Jan Albers
Jan Albers – Die Symbiose aus Malerei, Materialität und Raum
Jan Albers gehört zu den wegweisenden Vertretern einer Künstlergeneration, die das klassische Verständnis von Malerei radikal hinterfragt, aufbricht und im Spannungsfeld von Materialität und Rauminstallation völlig neu definiert. Seine Arbeiten bewegen sich in einem spannenden Grenzbereich: Sie sprengen die Zweidimensionalität der klassischen Leinwand und fordern die Sehgewohnheiten des Betrachters heraus.
Besonders seine charakteristischen Strahlenbilder, die Albers mit präziser Dynamik direkt auf Papier bannt oder als raumgreifende Wandzeichnungen inszeniert, entfalten eine enorme visuelle Sogwirkung. In diesen Werken verschmelzen Linie, Form und Architektur zu einem beeindruckenden Hybridwesen zwischen raumgreifender Skulptur und vibrierendem Gemälde. Einen physisch noch intensiveren Dialog fordern seine sogenannten Lochbilder ein. Diese vielschichtigen Porträts und Reliefs arbeiten mit Perforationen, Tiefenwirkungen und materialisierter Zerstörung – eine Technik, die den Werken eine fast aggressive, rohe Kraft und gleichzeitig eine zerbrechliche Vielschichtigkeit verleiht.
Ein erster Meilenstein der musealen Anerkennung war die Doppelausstellung im Museum Morsbroich in Leverkusen im Jahr 2008, die er gemeinsam mit Jens Ullrich bespielte. Albers übernahm hierbei nicht nur die Rolle des Ausstellenden, sondern inszenierte die Präsentation als eigenständiges, raumbezogenes Gesamtkunstwerk.
Seit dieser Zeit begleiten wir filmisch den Weg des Künstlers. Im Laufe unserer langjährigen Zusammenarbeit durften wir sein Schaffen bereits mehrfach in der Düsseldorfer Galerie VAN HORN sowie im Rahmen seiner großen Einzelausstellung im Jahr 2015 im Von der Heydt-Museum filmisch dokumentieren. In zahlreichen Interviews gab er uns dabei tiefe Einblicke in seine künstlerische Praxis.

Wir verfügen auch über Interviews und die filmische Dokumentation seiner Soloausstellung 2009 in der Galerie Van Horn und seiner umfangreichen Werkschau 2015 in der Kunsthalle Barmen in Wuppertal.

Foto: Ralph Goertz © IKS-Medienarchiv

